Informationen2019-06-19T22:11:58+02:00

Notruf – Fax der Rettungsleitstelle Tauberbischofsheim

Anders als gut hörende Menschen haben schwerhörige, gehörlose oder sprachgeschädigte Menschen das Problem, dass sie im Fall eines Notfalls die Leitstellen von Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst nicht per Telefon oder Handy erreichen können.
Aus diesem Grund bietet die Rettungsleitstelle Main-Tauber die Möglichkeit, die Hilfskräfte auch über ein Notruf-Fax zu alarmieren.

Rauchmelder retten Leben

Der Wohnungsbrand, die unterschätzte Gefahr.

In Deutschland sterben jährlich sechshundert Menschen an den Folgen eines Wohnungsbrandes. Sechzigtausend Menschen werden bei einem Brand in den eigenen „Vier-Wänden“ folgenschwer verletzt. Nach Meinung des Vizepräsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes, Albrecht Broemme, könnten Rauchmelder die fatalen Folgen der Brände verhindern.

Ursachen für die Brände sind oftmals defekte, überalterte Elektrogeräte (wie zum Beispiel Wasserkocher), zündelnde Kinder, verwaiste Teelichter, vergessene Herdplatten oder kokelnde Zigaretten. 95 Prozent aller Opfer bei Bränden sind Opfer von Rauchvergiftungen. „Ein sicherer Schutz gegen die Brandkatastrophe ist ein Rauchmelder, dessen durchdringendes Signal Rauch in der Raumluft meldet, bevor die Giftgaskonzentration im Rauch lebensgefährlich angestiegen ist“, erläutert Albrecht Broemme.
Giftiger Rauch entsteht schon beim Verschmoren herkömmlicher Wohnungseinrichtungen. Die meisten Menschen ersticken im Schlaf, da auch der Geruchssinn schläft und die Rauchentwicklung ohne nennenswerte Geräusche vor sich geht. Die kaffeetassengroßen Lebensretter gibt es in jedem Elektrofachgeschäft für unter 40 Euro und sind einfach an der Zimmerdecke zu installieren. In den USA und Großbritannien haben sich die Todes- und Verletztenzahlen bei Wohnungsbränden nach Einführung der Rauchmelderpflicht halbiert.

Folgende Tipps sollen Ihnen helfen, die Brandgefahr zu minimieren und richtig vorzubeugen:

  • Kaufen Sie VdS-geprüfte Rauchmelder und installieren Sie diese in allen Zimmern außer in Küche und Bad.

  • Stellen Sie sich eine Notsituation in Ihrer Wohnung einmal vor. Gehen Sie im Geiste verschiedene Fluchtwege ab.

  • Bewahren Sie eine Löschdecke für den Fall von Fettbränden in der Küche auf.

  • Installieren Sie einen Feuerlöscher gut erreichbar im Flur und lassen Sie ihn regelmäßig überprüfen. Sorgen Sie dafür, dass alle Mitbewohner mit dem Umgang des Gerätes vertraut sind.

  • Gehen Sie kein Risiko ein.

  • Rauchen Sie niemals im Bett.

  • Lassen Sie elektrische Geräte niemals unbeaufsichtigt.

  • Achten Sie bei Heizgeräten auf ausreichenden Abstand zu brennbaren Materialien.

  • Geräte, die verbrannt riechen, sofort ausschalten und den Stecker ziehen.

  • Bei Einbaugeräten auf ausreichenden Platz für die Belüftung achten.

  • Bei Lampen auf die richtige Wattzahl achten.

  • Technische Geräte nie im Stand-by Betrieb lassen.

  • Filter der Dunstabzugshaube nach Herstelleranweisungen wechseln.

  • Wasser-, Eier-, und Kaffeekocher nie ohne Wasser betreiben.

  • Kinder altersgerecht den Umgang mit Feuer nahe bringen.

  • Halten Sie Feuerzeuge etc. in Haushalten mit Kindern verschlossen.

  • Decken Sie niemals Lüftungsschlitze von Elektrogeräten ab.

  • Lassen Sie defekte Elektrogeräte nur vom Fachmann reparieren.

Folgendes sollten Sie beachten, wenn es trotz aller Vorsicht doch einmal zu einem Brand gekommen ist:

  • Wenn der Brand im Entstehungsstadion ist, versuchen Sie den Brandherd mit einer Löschdecke oder einem Feuerlöscher zu löschen. Spielen Sie aber keinesfalls den Helden.

  • Wenn der Brand sich nicht eindämmen lässt, verlassen Sie das Zimmer und schließen Sie die Tür hinter sich. Danach warnen Sie alle Mitbewohner und verlassen Sie die Wohnung.

  • Rufen Sie von außerhalb die Feuerwehr.

  • Gehen Sie keinesfalls zurück in die Wohnung, um Geld oder Wertsachen zu holen.

  • Ist Ihnen der Fluchtweg abgeschnitten, versuchen Sie keinesfalls durch den Rauch zu kriechen. Schließen Sie die Tür und warten Sie ruhig ab.

Die Feuerwehr ist innerhalb kurzer Zeit am Einsatzort und erfahren im Umgang mit der Situation.

Quelle:“Rauchmelder retten Leben“ www.rauchmelder-lebensretter.de.

Rettungsgasse

Nach einem Unfall ist schnelle Hilfe lebenswichtig

Bericht von MOTOR-Talk.de

Nach einem Unfall entsteht immer ein Stau. Bleiben die Rettungs- oder Polizeikräfte auf dem Weg zum Ort des Geschehens im Rückstau stecken, kann es für Unfallopfer gefährlich werden. Denn jetzt zählt jede Sekunde. Stockt der Verkehr auf mehrspurigen Autobahnen oder Außerortsstraßen, muss nach § 11 Abs. 2 StVO eine Rettungsgasse gebildet werden. Das lernt jeder Autofahrer in der Fahrschule.

Nur beim Wie sind viele Fahrer unsicher. Hier will MOTOR-TALK helfen. Es gilt, sich eine Faustregel zu merken: Die Rettungsgasse wird immer zwischen der Spur ganz links und der rechten Spur daneben gebildet. Wichtig ist: Vorausschauend fahren, genug Platz zum Vordermann lassen und das Auto parallel zum Verkehr ausrichten.

Weitere Info auf   http://www.motor-talk.de/rettungsgasse

ADAC Rettungskarte

Moderne Technik bietet mehr Sicherheit, erschwert aber teilweise die rasche Befreiung der Insassen. Wo an der Karosserie Spreizer und Schere anzusetzen sind, welche Vorsichtsmaßnahmen nötig sind, um Airbags nicht nachträglich auszulösen, ist den Einsatzkräften nicht immer bekannt. Für schnellere Rettung sorgt die vom ADAC eingeführte und als Standard geforderte Rettungskarte.

Hier können Sie die zu Ihrem Fahrzeug passende Rettungskarte ausdrucken.   ADAC Rettungskarte

1. Drucken Sie die Rettungskarte Ihres Fahrzeuges in Farbe aus, damit Problembereiche klar erkennbar sind (Wenn Sie Ihre Rettungskarte nicht selbst in Farbe ausdrucken können, hilft Ihnen Ihre ADAC Geschäftsstelle).

2. Prüfen Sie anhand der Typbezeichnung und dem Foto, ob die ausgedruckte Rettungskarte Ihrem Fahrzeug entspricht. Es wird immer die maximal mögliche Airbagausstattung dargestellt.

3. Befestigen Sie die Rettungskarte nur hinter der Fahrer-Sonnenblende, denn dieser Ort wurde für Rettungskräfte international kommunizert. Falten Sie sie vorher mit der bedruckten Seite nach innen, um ein Ausbleichen zu verhindern.

4. Aufkleber „Rettungskarte im Fahrzeug“ am linken oberen oder unteren Rand der Windschutzscheibe anbringen. Den Aufkleber gibt es in jeder ADAC-Geschäftsstelle.

Bilder ADAC

Blaulicht und Martinshorn – muß das sein ??

Ist es Ihnen auch schon passiert? Nachts um drei wachen Sie auf, weil die Feuerwehr der Rettungsdienst oder die Polizei mit „tatü-tata“ und einem riesen Krach an Ihrem Haus vorbeigefahren ist? Was denken Sie sich dann?

  • Hoffentlich kommt die Feuerwehr rechtzeitig um zu helfen.

  • Bei uns ist doch nichts passiert?

  • Sind bei mir alle Kinder zuhause?

  • Müssen die so einen Krach machen und mich in meiner wohlverdienten Nachtruhe stören?

Wird die Feuerwehr alarmiert können oft Minuten oder Sekunden über Leben und Tot entscheiden, darüber ob ein kleiner Brand zu einem Grossfeuer und damit eine Existenz zerstört wird.
Um im Schadensfall möglichst schnell an der Einstzstelle zu sein, verfügt die Feuerwehr über Sonderrechte nach § 35 Straßenverkehrsordnung. Um diese auch in Anspruch nehmen zu können muß die Feuerwehr Blaulicht und Martinshorn benutzen.

Laut § 38 StVO gilt: „Alle übrigen Verkehrsteilnehmer haben sofort freie Bahn zu schaffen.“ Dies gilt nicht bei der Benutzung von Blaulicht alleine.

Falls Sie sich nachts über die „krachmachenden“ Feuerwehrleute ärgern, denken Sie bitte auch einmal an folgendes:.

  • Der Feuerwehrmann vor 5 Minuten noch im warmen Bett lag.

  • Er um 6 Uhr wieder aufstehen und zur Arbeit gehen wird.

  • Oftmals die ganze Familie wach wird und nur zögerlich wieder Ruhe in der Wohnung einkehrt.

  • Er für die nächsten Stunden einer oft psychisch und physisch belastenden “Freizeitbeschäftigung” nachgeht.

  • Er auch nach dem Einsatz nicht gleich wieder in den Schlaf finden wird.

Ihre Freiwillige Feuerwehr, die Tag und Nacht für Sie einsatzbereit ist, dankt für Ihr Verständnis.

Dieser Beitrag entstand in Anlehnung an einen Text aus der Zeitschrift Brandhilfe Ausgabe 07/2001